Kraft und Ausdauer – Man braucht beides zum Rudern

Rudern ist ein sogenannter Kraft-Ausdauersport. Das bedeutet, dass man sowohl viel Kraft und Ausdauer benötigt, um ein guter Ruderer zu werden. Ein Marathonläufer hat sicherlich eine sehr gute Ausdauer, aber dadurch, dass die meisten Läufer sehr leicht sind und kaum Muskeln haben, werden sie beim Rudern kaum Chancen haben. Andersherum ist es mit Kraftsportlern. Diese hätten zwar die Kraft um erfolgreich Rudern zu können. Aber die meisten Kraftsportler haben schon nach wenigen Minuten der Ausdauerbelastung keine Luft mehr. Ein guter Ruderer ist also eine Mischung zwischen einem Marathon Läufer und einem Kraftsportler. Für jeden guten Ruderer gehört das Ausdauer- und Krafttraining zur täglichen Trainingsarbeit.

Gute Ruderer besitzen also beides. Viel Kraft und eine verdammt gute Ausdauer. Da Ruderer aber meist relativ schwer sind, können diese natürlich nicht beim Marathon mit den ganz guten Läufern mithalten. Dafür muss ein Ruderer einfach zu viel Masse mit sich herum schleppen. Auch wird sich der Ruderer schwertun mit den guten Powerliftern zu konkurrieren. Zwar schafft ein Ruderer sehr gute Kraftwerte, aber ein richtiger Kraftsportler wird ihm hier überlegen sein. Aber trotzdem ist diese Mischung aus Kraft und Ausdauer sehr reizvoll.

Auch im Training kann das für eine gute Abwechselung sorgen. Natürlich steht für einen Ruderer das Rudertraining auf dem Wasser oder auf dem Rudergerät an erster Stelle. Aber gerade im Ausdauerbereich kann viele Sportarten ausüben, die einem auch im Rudern dann verbessern lassen. Als Beispiel wären das Laufen, Schwimmen, Skilanglauf, Fahrradfahren, Inline Skates usw. Man kann sich sein Training also sehr abwechslungsreich gestalten.

Im Kraftbereich kann man auch viele Sachen ausprobieren, die einem dann im Rudern verbessern lassen. Neben dem klassischen Krafttraining mit Gewichten kann man auch Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht durchführen. Auch turnerischen Übungen sind gut geeignet, da diese oft die Körperspannung verbessern, was auch dem Rudern zugute kommt.

Zusätzlich braucht man für das Rudern aus dem Wasser noch eine gute Balance, da man das Boot natürlich immer möglichst in der Waage halten möchte. Deswegen trainieren viele Ruderer auch außerhalb des Ruderboots ihre Balance und machen viele Rumpfkraftübungen, damit das Boot möglichst gut ausbalanciert werden kann.

Generell werden beim Rudern viele Fähigkeiten benötigt. Ein guter Ruderer ist somit auch eine guter Allround Sportler im Bereich des Ausdauer- und Kraftsports. Natürlich nicht ganz so gut wie die Spezialisten in dem jeweiligen Bereich, aber immer noch viel besser als der Durchschnitt der Bevölkerung. Diese Mischung macht den Rudersport so interessant und abwechslungsreich. Deswegen kann man jeden Trainingstag immer etwas anders gestalten und diese Fähigkeiten dann beim Rudern einsetzten.

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