Die emotionalen Phasen im Training

Wenn Sport einen großen Teil seines Lebens ausmacht, gibt es logischer Weise oft unterschiedliche emotionale Zustände, mit denen man zurechtkommen muss. Manchmal läuft das Training von ganz alleine, und ein anderes Mal muss man sich dermaßen zum Training überreden und es fällt einem alles wirklich sehr schwer. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass diese unterschiedlichen Gemütszustände sich oft abwechseln und man natürlich die Phasen, in denen es gut läuft, möglichst lange auskosten sollte. Oder in Phasen, wo man nicht motiviert ist, möglichst versuchen sollte schnell wieder eine Motivation zu finden. Zusammengefasst gibt es mich diesen 4 emotionalen Phasen.

  1. Man ist motiviert und gesund

Das ist der optimale Zustand. Das Training macht einem Spaß, man verbessert sich schnell, alles läuft automatisch ohne, dass man sich große Gedanken drüber machen muss. Diesen Zustand sollte man möglichst lange aufrechterhalten, denn hier manchen wir die meisten Fortschritte und es macht am meisten Spaße. Wenn man gerade auf so einer Erfolgswelle ist, sollte man diese genießen und möglichst lange auskosten. Denn erfahrungsgemäß gibt es schnell Veränderungen im Leben, und dann muss man sich an diese neuen Umständen anpassen.

  1. Man ist nicht motiviert aber gesund

Eigentlich könnte man gut trainieren, nur der innere Antrieb fehlt einem irgendwie. Man sollte man kritisch hinterfragen, was aktuell nicht passt. Es kann verschiedenste Ursachen haben, dass es aktuell nicht so recht laufen möchte im Training. Vielleicht ist der Saisonhöhepunkt vorbei und man muss sich erst wieder neue Ziele und Herausforderungen suchen. Oder das aktuelle Training ist gerade einfach zu eintönig und man muss einfach mal wieder was Neues ausprobieren. Oder man hat gerade einfach kein direktes Ziel, auf welches man hin trainieren kann. Oder Stress im Beruf oder Privatleben lässt den Spaß am Training sinken.

Grundsätzlich gilt, wenn einem aktuell der Spaß am Sport verloren geht, muss man etwas ändern. Neue Sachen ausprobieren, einen anderen Trainingsplan umsetzten, alternative Sportarten durchführen oder einfach mal irgendwo anders zum Trainieren hinfahren. Langfristig wird man sich nur verbessern, wenn man Spaß am Sport hat.

  1. Man ist krank/verletzt aber motiviert

Jeder ist mal krank oder verletzt. Das lässt sich leider nicht immer verhindern. Als Sportler hat man den inneren Willen möglichst schnell wieder gesund und fit zu werden. Schon nach einigen Tagen vermisst man in der Regel den Sport und möchte wieder angreifen. Aber meistens hat man nur wenig Einfluss auf die Dauer der Krankheit und deswegen muss sich meist geduldet werden, bis man wieder gesund ist. Dafür ist man nach so einer Krankheit meist immer sehr motiviert und möchte schnell wieder das vorherige Fitnesslevel erreichen. Hier hilft einem auch der Memory Effekt des Körpers, in dem er sich an den alten körperlichen Zustand erinnert, und recht schnell diesen wieder erreicht.

  1. Man ist krank/verletzt aber nicht motiviert

Meistens vermisst man den Sport schon einigen Tagen, die man durch Krankheit pausieren muss. Deswegen gibt es diesen emotionalen Zustand in der Praxis eigentlich nicht.

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