Blackroll Duoball – nur die harten kommen in den Garten

Die klassische Blackroll hat ja mittlerweile fast in jeder Sporttasche einen Stammplatz gefunden. Die Vorteile sich regelmäßig auszurollen und mit der Blackroll zu trainieren sind hinreichend bekannt und geben jedem Sportler ein besseres muskuläres Gefühl. Hartnäckige Verspannungen, verklebte Faszien und schmerzende Stellen können durch die Massage gelöst werden. Zusätzlich zur normalen Rolle von Blackroll wird auch noch die weniger bekannte Blackroll Duo Ball angeboten. Diese besteht quasi aus zwei Kugeln, welche in der Mitte, miteinander verbunden worden sind.  Der Duoball ist zwar nicht so weit verbreitet, hat aber einige Vorteile, welche die normale Rolle nicht bieten kann. Hier möchte ich mal meine Erfahrungen mit dem Duoball teilen.

Warum habe ich mir noch die Duoballs geholt.

Ich hatte immer wieder Probleme damit, dass mein Rücken und mein Nacken oft verspannt waren. Gerade die Muskeln, welche direkt an der Wirbelsäule liegen, konnte ich mit der klassischen Blackroll nicht zielführend bearbeiten. Durch die Form des Duoballs ist es aber möglich gerade diese Bereiche sehr intensiv zu bearbeiteten.

Größen

Der Blackroll Duoball wird in zwei verschiedenen Größen angeboten und eignet sich deshalb für unterschiedliche Anwendungsbeispiele. Welche Größe benötigt wird, ist vom jeweiligen Anwendungsfall abhängig.

Der Duoball mit 8cm Durchmesser

Die kleinere Variante ist besonders gut dafür geeignet punktuelle Bereiche, intensiv zu bearbeiten. Aufgrund der geringen Größe kann es beim kleinen Duo Ball durchaus mal richtig wenn schmerzen ein verspannter Punkt anvisiert wird. Nachteil bei dieser Variante ist, dass ein abrollen nur schwer durchzuführen ist. Die Kugeln sind einfach zu klein, um bei Belastung noch vernünftig zu rollen. Meistens muss der Duoball per Hand an die zu behandelnde Stelle gelegt werden und dann kann dieser Bereich punktuell bearbeitet werden. Der kleine Duoball kann auch sehr gut mit auf Reisen genommen werden, da dieser wirklich nur sehr wenig Platz wegnimmt.

Der Duoball mit 12 cm Durchmesser

Beim großen Duoball ist ein Abrollen, ähnlich wie man es vor der klassischen Blackroll gewohnt ist, möglich. Dafür ist aber natürlich die Behandlung weniger intensiv als beim kleinen Duoball. Durch den größeren Durchmesser kann einfach weniger Druck ausgeübt werden. Dafür ist es aber möglich einen großen Körperbereich zu bearbeiten, indem vor und zurückrollt. Sehr gut kann zum Beispiel der Rücken vom Steißbein bis zum Nacken massiert werden. In kürzester Zeit kann der ganze Rücken massiert werden und die gröbsten Verspannungen werden gelöst. Falls einzelne Punkte dann immer noch schmerzen, kann noch mal mit dem kleinen Duoball nachgeholfen werden.

Verwendung des Duoballs

Durch die Duoball Form können speziell die Bereiche neben der Wirbelsäule gut bearbeitet werden. Die Aussparung für die Wirbelsäule, sorgt dafür, dass die Wirbel bzw. Dornfortsätze weniger Druck ausgesetzt werden, und dafür die Muskeln neben der Wirbelsäule diesen abbekommen. Schmerzende Bereiche, die mit der normalen Blackroll nicht erreicht werden, können mit dem Duo Ball so einfach bearbeitet. Grundsätzlich kann mit mit der kleineren Variante ein größerer Druck ausgeübt werden. Um nicht direkt zu schmerzhafte Erfahrungen zu machen, sollte man am besten eine grobe Auflockerung der Muskulatur mit der 12cm Variante durchführen. Wenn dann noch verspannte Bereiche übrig bleiben, kann mit dem 8 cm Duoball die Auflockerung weitergeführt werden.

Natürlich können aber auch andere Körperbereiche mit dem Duoball massiert werden. Waden, Beine, Nacken und auch Arme können auch sehr gut in der Mitte des Duoballs fixiert werden. Auch Verspannungen im Brustbereich können einfach durch die zwei Auflagepunkte beseitigt werden. Wenn wirklich hoher Druck benötigt wird, kann auch nur eine Kugel mit dem Körper belastet werden. Dadurch wird ein sehr hoher Druck ausgelöst und sollte auch die hartnäckigste Verspannung lösen.

Für wen lohnt der Duoball

Wenn sich bestehende Verspannungen nicht lösen wollen, und trotz verschiedenster Maßnahmen einfach nicht verschwinden wollen, dann kann es Sinn machen, den Duoball einmal auszuprobieren. Gerade die 8cm Variante kann punktuell einen sehr hohen Druck ausüben und auch in tieferen Muskelpartien einbringen. Am Anfang wird diese Behandlung wahrscheinlich sehr schmerzvoll, aber die Muskulatur wird sich bei regelmäßiger Anwendung lockern und mit der Zeit immer belastbarer. Meist merkt man schon nach wenigen Verwendungen eine deutliche Verbesserung. Wichtig ist nur, dass die Behandlung regelmäßig durchgeführt wird, sprich mindestens einmal pro Woche, besser noch öfters.

Unbewegliche Sportler benötigen die Blackroll öfters

Wer regelmäßig mit der Blackroll trainiert, und trotzdem immer noch Verspannungen und schmerzende Punkte hat, hat wahrscheinlich eine verkürzte Muskulatur. In diesem Fall bringt ein Massieren mit der Blackroll oft nur kurzfristige Verbesserung. Regelmäßiges dehnen und zusätzliches Training mit der Blackroll sollte hier auch langfristig eine Verbesserung geben. Beim Dehnen sollten die verkürzten Bereiche 60 Sekunden unter Spannung gehalten werden. Tägliches Dehnen verschafft schnelle Besserung. Nach ein, bis zwei Wochen des regelmäßigen Dehnens sollte eine deutliche Verbesserung erreicht werden. Die neu gewonnene Beweglichkeit bleibt dann meist auch erhalten, wenn sich dann nicht mehr so oft gedehnt wird, so das dann meist ein wöchentliches Dehnen ausreicht und dieses Niveau zu erhalten.

Duoball selber machen

Wer etwas Geld sparen möchte, kann sich einen Duoball auch einfach selber machen. Dafür einfach zwei harte Kugeln mit festem Klebeband zusammenkleben und schon hat man eigentlich den gleichen Effekt wie das Original. Wichtig ist es, aber dass die Wirbelsäule genügend Platz hat, um nicht von der Kugel direkt erwischt zu werden.

Fazit

Für mich persönlich hat sich der Duoball für die Bearbeitung des Rückens bezahlt gemacht. Ich hatte durch das Rudern im unteren Rücken oft Verspannungen, welche sehr stark schmerzten. Durch Dehnen und Duoball Massage konnte ich diesen Problembereiche in den Griff bekommen. Aber natürlich könnte ich ebenso Verspannungen an Beinen, Armen und Brust mit dem Duoball lösen. Grundsätzlich ist der Duoball eine super Möglichkeit um Verspannung und verhärtete Muskulatur zu lösen. Mittlerweile benutze ich eigentlich den Duoball öfters als die normale Blackroll. Ich muss eigentlich auch nur noch kleinere Bereiche der Muskulatur bearbeiten, und das kann ich mit dem Duoball einfach besser. Wenn der allgemeine körperliche Zustand schon recht spannungsfrei ist, kann mit den beiden Duoballs auch noch den Rest an Spannung aus der Muskulatur gelöst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.