2000m Ergometer Test – Die richtige Rennstrategie

Jeder leistungsorientierte Ruderer hat schon mal einen 2000m Test absolviert. Oft werden Bootsbesatzungen über solch einen Test mit entschieden, deswegen ist es durchaus wichtig dieses 2000m Rennen auf dem Rudergerät möglichst gut absolvieren zu können. Zwecks der Rennstrategie gibt es viele Ansätze, aber hier möchte ich die gebräuchlichste vorstellen welche erfahrungsgemäß auch die besten Ergebnisse bringt.

Der Start

Am Start ist man durchaus etwas nervös und aufgeregt. Das können wir uns zunutze machen, da in dieser Rennphase Adrenalin ausgeschüttet wird. Deswegen können wir schnell Rudern, ohne das man einen großen Schmerz verspürt. Beim Start sollte man 15 bis 17 harte, lange und schnelle Schläge durchführen. Durch diesen schnellen Start verschafft man sich ein kleines Polster zu der Splitzeit, die man über den gesamten Test erreichen will.

Übergang in den Streckenschlag

Nach dem Start muss man etwas mit Druck und Schlagzahl herunter gehen und versuchen einen guten Rhythmus zu finden, den man jetzt gut durchhalten kann. Ab ca einer Minute ist das der Fall. Dies macht man, indem man sich langsam vom Starttempo verabschiedet und ruhiger rudert. Hierbei kann man durchaus etwas langsamer Rudern als die gewünschte Splitzeit am Ende sein soll.

Der Streckenschlag

Spätestens nach 400 geruderten Metern sollte man den Rhythmus gefunden haben und diesen jetzt möglichst durchhalten bis zum Endspurt. Wenn noch 900m zu Rudern sind, beginnt die Phase, in der man sich mental durchbeißen muss. Versuchen Sie nicht in den Splitzeiten nach unten gereicht zu werden. Hier auch noch mal bewusst auf die Technik konzentrieren und versuchen lange Schläge durchzuführen. In diesem Abschnitt sollte man möglichst genau den Splitwert Rudern, den man am Ende erreichen möchte.

Noch 400m

Das Ende der Strecke ist in Sichtweite und man bekommt noch mal eine zweite Luft, da es nicht mehr weit zu Rudern ist. Hier nicht den Fehler machen zu früh mit dem Endspurt anzufangen, sondern noch ein paar Meter Geduld mitbringen.

Nach 280 bis 250m – Der Endspurt

Wenn man seine Kräfte gut eingeteilt hat, sollte man hier noch etwas an Energie überhaben. Diese können wir zum Spurten wunderbar gebrauchen. Von der Splitzeit her sollte man ca. 0,6 bis 0,7 Sekunden über den gewünschten Splitwert sein. Diese fehlende Zeit kann man mit einem guten Endspurt herausrudern. Dazu muss man wieder die Schlagzahl und den Druck erhöhen und dann alles aus sich herausholen. Vollgas geben bis zum Ende und sehen, wie die Splitzeit nach unten geht.

Nach dem Rennen

Nach so einer intensiven Belastung sollte man am besten ein paar ganz lockere Schläge machen und nicht direkt komplett aufhören zu rudern. Wenn Puls etwas gefallen ist am besten etwas trinken und kurz Pause machen. Anschließend noch mindestens 10 Minuten ausrudern und versuchen sich wieder bestmöglich zu erholen.

Zu hart angegangen

Wenn man im Rennen merkt, das man viel zu hart angegangen ist und nicht mehr auf seinen gewünschten Split durchhalten kann, dann kann man sich innerhalb von 10 bis 15 Schlägen erholen. Einfach den Druck etwas herausnehmen und für diese Anzahl an Schlägen versuchen sich bestmöglich zu erholen. So ein Vorgehen ist viel besser, als den Test abzubrechen. Lieber eine schlechtere Zeit herausfahren als abzubrechen. So ein Abbruch ist für die mentale Stärke absolut schädlich.

Fazit

Mit dieser Vorgehensweise kann man in der Regel die besten Ergebnisse bei einem Ergometertest herausholen. Andere Varianten wie das Halten einer stetigen Splitzeit oder einem “fly and die“ sind nicht zu empfehlen. Deswegen versuchen den Start solide zu fahren, einen guten Streckenschlag zu finden und im Endspurt alles herauszuholen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.